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Was tun, wenn die Motivation zu Ende ist

Starten wir in ein Vorhaben, sind wir frisch, voller Energie und Elan. Schneller als erwartet - manchmal innerhalb weniger Tage - holt uns das Projektgeschäft auf den Boden der Realität zurück. Die Projekte werden zäh, Spaß und Motivation sind aufgebraucht. Das Ziel scheint in weiter Ferne und die bisherigen Ergebnisse sind miserabel. Die Beteiligten Teams verbarrikadieren sich in Schützengräben; Was tun? Die beste Antwort darauf gibt der Psychologe Viktor Frankl.

Seine Sichtweise steht immer noch diametral gegen den Mainstream der Motivationstheorien. Das hat damit zu tun, dass wenige Führungskräfte und Berater ihn kennen. Gleichzeitig verweisen Fürsprecher von Moden wie Agilität, New Work oder Servant Leadership auf Frankl - meist jedoch fehlinterpretiert. Sie führen uns in die Irre.

In diesem Beitrag beleuchte ich das Frankl'sche Verständnis von Sinn. Da Geschichten verständlicher sind als abstrakte Theorien, tue ich dies anhand der Geschichte »Ruf der Wildnis«.

1. Weit überlegen und unbekannt

Die Menschen in unserer Gesellschaft leiden, wenn sie sich nur an Gütern, Macht oder Status orientieren. Wir Menschen sind Sinnwesen. Wer Sinn gefunden hat, erträgt die größten Opfer und bringt die größten Leistungen. »Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie«[1], sagt Frankl mit Verweis auf Nietzsche.

Maslow hat Frankls Theorie geprüft und zugestimmt, dass seine Bedürfnispyramide einen Konstruktionsfehler hat.[2] Diesen Ruf haben viele MBAs, Berater, Speaker und Coaches allerdings überhört. Zum Beispiel fragt Simon Sinek zuerst nach dem »Warum?«[3]. Er meint damit Kausalität, wonach Sinn aus »Sensemaking«[4] entsteht: Eine Kette von Ereignissen wird zu einem logischen Ganzen verknüpft, zu Ursache(n) und Wirkung(en). In dieser typisch amerikanischen Denkart können wir andere Menschen motivieren, überzeugen oder kontrollieren.[5]

Das steht diametral zur Lehre Frankls. Er meint mit Sinn: »Es kommt nie und nimmer darauf an, was wir vom Leben zu erwarten haben, viel mehr lediglich darauf: was das Leben von uns erwartet«[1]. Das klingt kryptisch. Zum Glück gibt es Geschichten, die knifflige Themen hirngerecht verpacken:[6] Der Film »Ruf der Wildnis« ist fast eine idealtypische Geschichte über Frankl'schen Sinn. Ich werde nachfolgend einige Meilensteine aus dem Film aufgreifen und erklären, was das mit dem Frankl'schen Sinn zu tun hat. Anschließend leuchte ich es aus verschiedenen Perspektiven aus.

2. Ruf der Wildnis - Ein Hund findet seinen Sinn

Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Jack London[7] heißt unser Held Buck. Als Hund des Richters wächst er mit Privilegien auf. Er darf ungestraft Blödsinn treiben und lebt im üppigen Wohlstand.


2.1. Leid führt zu Sinn

Bucks bequemes Leben endet, als Diebe ihn eines Tages in den Yukon verschleppen, wo Goldsucher starke und zähe Schlittenhunde brauchen. Ihm wird Macht, Status und materieller Wohlstand entrissen. Er ist eingesperrt, er hungert und durstet und wird gezüchtigt. Obwohl die Lage aussichtslos erscheint behält Buck seine innere Einstellung: Er will frei sein.

Mit welcher Einstellung wir durchs Leben gehen, ist "die letzte der menschlichen Freiheiten [...]"[1], sagt Frankl. Jedes Leiden kann sinnvoll sein. Welchen Sinn ein Leiden hat, hängt davon ab, wie wir ihm begegnen. Aufrecht stehend, hoffnungsvoll oder unterworfen, aufgegeben? Wer einen Sinn im Leben hat, erträgt fast alle Umstände. Er ist resilienter.[8] Frankl berichtet von KZ-Häftlingen, die innerlich aufgegeben haben und früher den Tod fanden. Gleichzeitig gab es KZ-Häftlinge, die sich glücklich schätzten, auf Statussymbole zu verzichten.[10]

2.2. Erleben führt zu Sinn

Im Yukon angekommen, wird Buck zum Schlittenhund. Er ist anfangs tollpatschig und kann kaum mithalten. Buck gewöhnt sich ein, lernt dieses Leben im Schnee zu leben, wird stärker und selbstbewusster. Er macht sich beliebt bei den anderen Hunden und beim Gespannführer. Das stört die Hierarchie im Schlittengespann. Der Leithund sieht in Buck eine Gefahr für seinen Status und attackiert ihn eines Nachts. Buck wehrt sich nicht, obwohl körperlich überlegen. Erst als der Leithund einen anderen Hund attackieren will, greift Buck ein und schlägt den Leithund in die Flucht. Buck wird fortan zum Leithund und füllt seine Rolle hingebungsvoll und eigenverantwortlich aus.

In keiner Minute verfolgt Buck rational das Ziel, zum Leithund aufzusteigen. Stattdessen handelt er, weil das Erlebnis in der Gemeinschaft »Schlittengespann« für ihn sinnvoll ist: die Kombination aus Wildnis, Abenteuer, Anstrengung und Gemeinschaft.

2.3. Gemeinschaft führt zu Sinn

Eines Tages wird das Schlittengespann an einen neuen Herren verkauft. Der weiß nicht, wie er sich im Yukon fortbewegen müsste und lastet seine Inkompetenz den Hunden an. Er peitscht und schlägt die Hunde. Buck geht an seine physischen Grenzen. Er stirbt fast.

Buck handelt weder aus Furcht noch weil er naiv unterwürfig wäre. Durch sein Leiden verrichtet Buck einen Dienst an der Gemeinschaft. Er will sein Rudel schützen, alle am Leben erhalten. Selbst wenn das bedeutet, dass er seinen Peiniger vor dessen Inkompetenz schützen muss. Die Hingabe an eine Gemeinschaft führt zu Sinn.

2.4. Abenteuer führt zu Sinn

Mit dem Tode ringend, rettet John seinen Freund Buck. John wird Bucks neuer Herr und Gefährte. Sie brechen auf, um die Gebiete zu erkunden, die außerhalb der Landkarte liegen. Erneut erlebt Buck das Abenteuer und die Wildnis.

Buck entwickelt sich spürbar, obwohl er kein hehres Ziel verfolgt. Er erlebt die Wildnis. Das Leben fordert ihn. Er antwortet, indem er über sich hinaus wächst. Dies erfolgt über den Umweg des Abenteuers.

3. Was der Frankl'sche Sinn für unser Leben bedeutet

Nachfolgend schärfen wir die Perspektiven auf den Frankl'schen Sinn.

3.1. Die Quellen von Sinn

Es gibt neben Leid und Erleben noch eine weitere Quelle für Sinn, die im Film unerwähnt bleibt: Schöpferisches Tun. Die Arbeit von Künstlern, Autoren, Musikern, Unternehmern, Entrepreneuren, Kindern, Architekten, Ingenieuren, Forschern, et cetera ist sinnvoll.

Laut Frankl sind die drei Quellen von Sinn:[9]

  • Schöpferisches Tun, wie malen, musizieren, Unternehmen aufbauen, erfinden.
  • Erleben, wie Sport treiben, kraxeln, unsere Liebsten und Kinder erleben.
  • Der Umgang mit Leid – im wie des Leidens liegt das wozu des Leidens.

3.2. Darum! ist es sinnvoll.

Fragen Sie ein Kleinkind warum es einen Turm baut und es wird Sie irritiert anschauen. Es denkt (noch) nicht in Ursache-Wirkungs-Ketten. Das lernt es erst in der Schule. Das Kind baut einen Turm, weil das Turmbauen sinnvoll ist. Die schöpferische Glanzleistung (wie auch Erleben oder das Wie des Leidens) ist per se sinnvoll. Es bedarf keiner weiteren Begründung.

3.3. Buck ist weder Opfer noch Nutzenmaximierer

Buck handelt weder bezogen auf Vergangenes noch Zukünftiges. Das ist wichtig, zu verstehen. Das Leid, das er erfuhr, würden Manche als Trauma deuten. In der Lesart des Traumas erklärt es kausal unser heutiges Tun. Es ist die Ursache, warum jemand im Leben schwer zurechtkommt. Frankl widerspricht dem. Sinn ergibt sich aus dem Lebenssinn im Hier und Jetzt; nicht aus Vergangenem. Der Verlust Bucks früherer Privilegien bestimmt nicht, wie er sich weiterentwickelt.

Genauso wenig verfolgt Buck eine zukunftsbezogene Strategie oder einen Plan. Er verkündet weder eine läuternde Vision noch setzt er sich rational Ziele. Er will auch nicht der beste Leithund aller Zeiten werden oder einen Weltrekord aufstellen. Es ist einfacher: Das Leben fordert ihn. Er lebt im Moment und entwickelt sich, weil es notwendig ist.

Folglich hängt Sinn von der Person ab. Er ist subjektiv; nicht universell, vergleichbar oder übertragbar. Den (einen, wahren, objektiven, universellen) Lebenssinn gibt es nicht.

3.4. Buck entwickelt sich über einen Umweg

Buck will sich weder selbstverwirklichen noch will er erleuchtet sein. Er grübelt nicht und sucht nicht in seinem Inneren nach Antworten. Stattdessen handelt er im Außen. Er findet (wiederholt) Sinn, über den Umweg des Dienstes an der (äußeren!) Sache oder der Liebe an Andere.

Laut Frankl kann Sinn nur über den Umweg der drei Quellen von Sinn erreicht werden.[2]

3.5. Buck braucht keinen Life-Coach

Bisher habe ich mit Begriffen wie Verantwortung, Verpflichtung, Motivation oder Glück gespart. Das sind laut Frankl Nebeneffekte, die sich erst einstellen, wenn wir Sinn erleben. Gleichzeitig ist es noch kein Garant für deren Eintreten. Pseudo-mathematisch ausgedrückt: Sinn ist eine notwendige Bedingung; keine hinreichende. Frankl macht deutlich, dass Diejenigen, die Glück, Motivation oder Verantwortung direkt avisieren, es niemals erreichen werden. Wir müssen den Umweg über den Dienst an der Sache oder dem Erleben Anderer gehen. Frankl sagt trefflich:

»Der Mensch will nicht glücklich sein, er sucht einen Grund zum Glücklichsein.«[10]

4. Was der Frankl'sche Sinn für unsere Arbeit bedeutet

Die Folge liegt auf der Hand: Sinn wird weder gemacht, noch gestiftet oder gegeben. Jeder muss seinen Sinn finden, den ihm das Leben abfordert. Als Projektleiter und Manager können wir diesen Vorgang nur fördern.

Wie das Sprichwort besagt: Wir können das Pferd zur Tränke führen; trinken muss es von allein.

4.1. Der Sinnkonflikt in Organisationen

Jetzt ist klar, warum die Verweise der jüngeren Management- und Beratungsmoden auf Frankl in die Irre führen. Die Einen reden von Sinn und meinen Kausalitäten ("sensemaking"). Das brauchen wir, um Probleme zu lösen; nicht um am Ball zu bleiben. Visionen (diffuse, emotional geladene Ziele), Ziele, Pläne oder Sicht auf das Gesamtbild sind fraglos nützlich und wichtig. Sie geben Orientierung und erleichtern die Koordination. Dennoch kann es zu seelischem Leid führen, was Frankl »existenzielles Vakuum«[11] nennt.

Existenzielles Vakuum entsteht bei denen, die nur noch tun, was andere machen (Konformismus[12]) oder nur tun, was andere wollen (Taylorismus[13])

Andere unterstellen implizit, dass Sinn ("meaning") universell ist, wenn sie große Zukunftsvisionen propagieren. Sinn aber ist subjektiv und entsteht im Moment. Die meisten Visionen lassen uns genau deshalb kalt. Die Visionen von Unternehmern, CEOs oder von elitären Kreisen sind die Visionen von Anderen. Bestenfalls lassen wir uns temporär zum Mitmachen überreden.

4.2. Führungsrollen im Projekt korrekt besetzen

Projekte sind per Definition dem Schaffen eines Werkes gewidmet. Damit ein Projektleiter wirksam agiert und jede Widrigkeit überwindet, muss sein Sinn kongruent zu diesem Werk sein. Giftig dagegen sind Projektleiter, die diese Position wegen Rang, Status, Macht, Geld oder einem Personenkult besetzen. Sie entscheiden kurzfristig(er) und eigennützig(er). Ihr Vorbild überträgt sich aufs Team. Jeder merkt wofür sich Projektleiter einsetzen: Was ist demotivierender als den Dienst an der Sache dem Kult an eine andere Person und dessen Privilegien unterzuordnen?[5]

Im vielen Projekten sehe ich ein anderes Bild: Wie oft werden Projekte Projektleitern anvertraut, nur weil sie gerade Kapazitäten frei haben? Wie oft werden Innovationsprojekte persönlichen Karrierepfaden von Trainees untergeordnet? Wie viele der Projekteiter, Architekten, Testmanager, Produktmanager und Key Accounts – alles Führungsrollen – kennen überhaupt ihren Sinn?

4.3. Sinn ist weder Spaß noch Starbucks-Kaffee

Sinn hat nichts mit Kuschelecke, Wellness, Yoga-Trainer, Home Office, Firmenfahrzeug, Apple Laptop, 4-Tage-Woche oder Starbucks-Kaffee zu tun.[5] Diese »Hygiene-Faktoren«[14] machen Mitarbeiter abhängiger vom Unternehmen; da ihre Komfortzone ausgeweitet wird.

Projekte sind hartes Geschäft. Der Dienst an der Sache ist hartes Geschäft; nicht Spaß. Beides ist der Umweg, um Sinn zu finden und leistungsfähiger zu werden.

4.4. Wider der Work-Life-Balance

Wer sich für eine Sache hingibt, der verletzt alle Regeln der Work-Life-Balance. Er verzichtet privat und kompromisslos. Seinen Angehörigen und Liebsten verlangt er Verständnis und Rücksicht ab - häufig bis ins Maß des Unzumutbaren. Was der Mainstream gerne salopp als Workaholic abstempelt, ist ein Nebeneffekt des Dienstes an der Sache. Ich beschönige und rechtfertige das nicht. Es kann furchtbare Blüten tragen. Dennoch: wer sich damit befasst, muss den Sinn sehen, den diese Personen antreibt. Wird der Sinn unterdrückt und die Person in die Mainstream Work-Life-Balance gepresst, werden diese Menschen vermutlich eher krank.

4.5. Finger weg von den Schwächen

Ein weiteres Missverständnis ist das Herumdoktern an Schwächen. Projektleiter und Manager haben nicht die Aufgabe die Schwächen der Menschen zu beseitigen, auch wenn das heute als Hauptaufgabe von Personalern und Mitarbeiterentwicklung missverstanden wird. Stärken ausnutzen und Schwächen durch geschickte Organisation neutralisieren, lautet die Devise.[5] Das Ausschöpfen der individuellen Stärken ist untrennbar mit dem Sinn jedes Einzelnen verbunden.

Es bleibt, was uns Frankl unverblümt mit auf dem Weg gibt und Buck eindrucksvoll vorlebt: Wer ein starkes Warum hat, kann die Kräfte mobilisieren, die nötig sind, wenn Motivation und Energie aufgebraucht sind…

Mehr über Frankl und Sinn

Viktor Frankl Zentrum

Wenn Sie mehr über Viktor Frankl, sein Schaffen und Leben erfahren wollen, dann empfehle ich Ihnen einen Besuch im Viktor Frankl Zentrum Wien:

https://www.franklzentrum.org/

Viktor Frankls Vorträge

Ein Video-Archiv von Interviews, Vorträgen und Vorlesungen mit Viktor Frankl finden Sie auf: https://logotherapy.univie.ac.at/clipgalerie.html

Sinn im KZ finden

Buchlink Viktor Frankl Sinn

Ruf der Wildnis

Buck Link Jack London Ruf der Wildnis

Quellen und Links

  1. Frankl, V. E. (2018). ... trotzdem Ja zum Leben sagen: ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager. 1. Auflage, Kösel-Verlag, München.
  2. Frankl, V. E. (o.D.). Über Selbsttranszendenz. Im Internet: https://youtu.be/F7GwzAJPARg
  3. Sinek, S. (2009). Start with Why. Im Internet: https://www.ted.com/talks/simon_sinek_how_great_leaders_inspire_action?utm_campaign=tedspread&utm_medium=referral&utm_source=tedcomshare
  4. Weick, K. E. (1995). Sensemaking in organizations. , 3. Auflage, Sage, Thousand Oaks / London / New Delhi
  5. Malik, F. (2019). Führen Leisten Leben: Wirksames Management für eine neue Welt. Durchgesehene und erweiterte Neuausgabe, Campus, Frankfurt / New York.
  6. Rock, D. (2011). Brain at Work. Intelligener Arbeiten, mehr erreichen. Campus Verlag, Frankfurt / New York.
  7. London, J. (2017). Der Ruf der Wildnis: Roman. 4. Auflage, DTV, München.
  8. Frankl, V. E. (2017). Wer ein Warum zum leben hat: Lebenssinn und Resilienz. 1. Auflage, Beltz, Weinheim / Basel.
  9. Frankl, V. E. (1977). Drei Wege zum Sinn. Im Internet: https://youtu.be/gmS1sn2wfAo
  10. Frankl, V. E. (2019). Über den Sinn des Lebens. 1. Auflage, Beltz Verlag, Weinheim
  11. Frankl, V. E. (2002). Der Wille zum Sinn. 6. Auflage, Huber, Bern
  12. Wikipedia (2019). Konformität. Im Internet: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Konformit%C3%A4t&oldid=193445254
  13. Wikipedia (2020). Taylorismus. Im Internet: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Taylorismus&oldid=195549008
  14. Wikipedia (2020). Zwei-Faktoren-Theorie (Herzberg). Im Internet: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zwei-Faktoren-Theorie_(Herzberg)&oldid=196059421.

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